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UG/GmbH Gründung: Wahl der Firma

Die Fragestellung

Die Wahl der Firma ist nicht nur ein identitätsstiftender Akt, er gehört auch unabdingbar zur Gründung einer GmbH bzw. UG dazu. Gründer müssen daher zwingend Antworten haben auf Fragen wie: Welche rechtlichen Anforderungen werden an die Firma gestellt? Wann wird meine Gesellschaftsanmeldung zurückgewiesen? Wo liegen die Risiken?

Rechtlicher Hintergrund

Die Firma einer GmbH oder UG ist der Name, unter der die Gesellschaft ihre Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgegeben wird.

Die Firma einer GmbH bzw. UG muss schon bei Gründung im Gesellschaftsvertrag angegeben werden. Sie kann später geändert werden, dafür sind allerdings ein Termin beim Notar sowie eine Änderung des Eintrags im Handelsregister erforderlich.

Bei der Wahl der Firma sind verschiedene Vorgaben zu beachten: Die Firma muss zur Kennzeichnung geeignet, also als Name individualisierbar sein und Unterscheidungskraft besitzen, also geeignet sein, bei Lesern und Hörern die Assoziation mit einem ganz bestimmten Unternehmen unter vielen anderen zu wecken. Außerdem darf der Verkehr durch die Firma nicht irregeführt werden. Schließlich muss die Firma sich von anderen eingetragenen Firmen am selben Ort unterscheiden, ihre Verwendung darf nicht gegen Rechte Dritter, z.B. Markenrechte, verstoßen.

Sowohl bei der GmbH, als auch bei der UG ist der Firma ein Rechtsformzusatz anzuhängen: Bei der UG muss dieser zwingend „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ oder „UG (haftungsbeschränkt)“ lauten, bei der GmbH ist „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ oder eine allgemein verständliche Abkürzung dieser Bezeichnung erforderlich.

Praxistipp

Keine hinreichende Kennzeichnungseignung bzw. Unterscheidungskraft besitzen reine Gattungsbezeichnungen wie „Transportbeton GmbH“ oder „Video-Rent UG (haftungsbeschränkt)“, sie sind daher als Firma nicht zulässig.

Irreführend wäre es zum Beispiel, eine Firma „Claudia Schiffer Kosmetik GmbH“ zu nennen, obwohl Frau Schiffer nicht an der Gesellschaft beteiligt ist.

Bezüglich entgegenstehender Rechte Dritter empfiehlt sich zur Vermeidung von Abmahnungen bzw. Rechtsstreitigkeiten eine vorherige Recherche, die etwa bei spezialisierten Anwälten in Auftrag gegeben werden kann.


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Über Christoph Schemel

Christoph Schemel ist Rechtsanwalt und Inhaber von „Rofan - Recht rund ums Unternehmen“. Rofan verfolgt einen neuen und kundenorientierten Ansatz im juristischen Markt: Rechtsdienstleistungen werden nicht mehr wie bisher nach Zeitaufwand abgerechnet, vielmehr weiß der Kunde schon bei Mandatierung, welche Kosten auf ihn zukommen. Möglich wird dies durch Festpreisangebote, die überdies sehr knapp kalkuliert sind. Angeboten werden etwa Gründungen von GmbHs und UGs oder Markenanmeldungen. Weitere Informationen finden Sie unter http://rofan-gesellschaftsgruendung.de oder http://facebook.com/rofan.law.

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