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Digitalisierung und Berufswelt – Neue Herausforderungen und Chancen

Neue Herausforderungen und Chancen

Um in der digitalen Arbeitswelt beruflich erfolgreich zu sein, sind kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen wichtiger als in früheren Jahren, um den neuen Anforderungen begegnen zu können. Daneben wird von den Berufstätigen zunehmen mehr Mobilität und Flexibilität abverlangt. Die neuen Berufe bieten dabei auch vielfältige Chancen für Angestellte und Selbstständige, lassen Spielräume für Kreative und eröffnen Unternehmensgründern sowie Startups ein breites Spektrum an Möglichkeiten für ihre Geschäftsidee. Ob Berufseinsteiger, Berufstätiger mit jahrelanger Erfahrung oder Quereinsteiger – alle versprechen sich von der fortschreitenden Digitalisierung bessere Karrierechancen.

Neue Digitaljobs im Überblick

Jobmesse

Die Wirtschaftswoche hat eine Reihe von Berufen im digitalen Bereich, ihre Inhalte sowie die hauptsächlichen Tätigkeiten vorgestellt. In den folgenden Zeilen sind einige Berufe, die sich vor allem für kommunikative und kreative Personen anbieten, aufgeführt:

Chief Digital Officer (CDO)

  • Profil: Bei einem CDO handelt es sich um den obersten Beauftragten für digitale Angelegenheiten eines Unternehmens, diese Person agiert häufig auf Manager- bzw. Vorstandsebene. Der CDO stellt die Leitlinien für die Digitalstrategie vor und überwacht die Einführung von neuartigen Technologien sowie neuen Geschäftsmodellen.
  • Anforderungen: Dieser Job verbindet wirtschaftliches Denken mit technologischem Wissen, dementsprechend haben Wirtschaftswissenschaftler mit vielfältigen Interessen an innovativen Technologien gute Einstiegschancen. Um vernetztes Denken und arbeiten im Team zu fördern, braucht es neben fachlichen Kenntnissen vor allem Führungsqualitäten, z.B. Überzeugungskraft. Ausführlichere Informationen zu diesem relativ neuem Beruf sind in diesem Blogeintrag auf techtag.de

Content Marketing Manager

  • Profil: Die Interaktion mit Kunden erfolgt seit einigen Jahren auf vielfältigen Kanälen. Zentrale Aufgabe eines Content Marketing Managers ist die gezielte und individuell angepasste Ansprache der jeweiligen Kunden mit relevanten Inhalten. In den wenigsten Fällen erstellt diese Person die Artikel oder die Botschaften für den Kunden in sozialen Netzwerken selbst, sondern überwacht als eine Art Chefredakteur die Inhalte und gibt die Leitlinien für die Kommunikation vor.
  • Anforderungen: Kenntnisse im Marketing sowie Erfahrungen aus einer journalistischen Tätigkeit oder aus dem PR-Bereich sind vorteilhaft. Content Marketing Manager benötigen ein Feingefühl für die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe und müssen sich im breiten Spektrum der digitalen Kommunikationskanäle bestens auskennen, um die die einzelnen Kommunikationsstrategien effizient zu bündeln.

SEO-Manager

  • Profil: Ein Teilbereich einer umfassend angelegten Content Marketing Strategie ist die Suchmaschinen-Optimierung (englisch Search Engine Optimization), kurz SEO. Die Hauptaufgabe eines SEO-Managers ist es, die Inhalte von Webseiten so zu optimieren, dass diese von Suchmaschinen möglichst hoch gerankt sind. Wenn der Internetauftritt eines Unternehmens auf den ersten beiden Seiten bei einer Suchmaschinesuche zu sehen ist, lassen sich hierdurch die Besucherzahlen steigern. Dies wiederum sorgt für größere Aufmerksamkeit bei potenziellen Kunden. Mittlerweile gibt es zahlreiche auf Suchmaschinenoptimierung spezialisierte Unternehmen wie InternetOne, die sowohl Startups als auch kleine und mittelständische Unternehmen sowie Großkonzerne hinsichtlich ihres Internetsauftritts beraten.
  • Anforderungen: Insbesondere Wirtschaftswissenschaftler mit dem Schwerpunkt Marketing als auch Wirtschaftsinformatiker sind für diesen Beruf geeignet. Ein Gespür für Vermarktung kombiniert mit technischem Know-how über das Funktionieren von Suchmaschinen sowie über den Aufbau von Webseiten sind Voraussetzungen für einen erfolgreichen SEO-Manager.

Social Media Manager

  • Profil: Der Social Media Manager ist die Hauptansprechperson für die Online-Community eines Unternehmens. Die Versorgung der Kunden mit relevanten Inhalten sowie die Erhöhung des Bekanntheitsgrades eines Unternehmens in den sozialen Netzwerken sind die primären Aufgaben. Um dies zu verwirklichen, muss der Social Media Manager über die Interessen und Gewohnheiten der wichtigsten Zielgruppen informiert sein und wissen, über welche Kanäle diese am wirkungsvollsten zu erreichen sind.
  • Anforderungen: In diesem Job gibt es viele Quereinsteiger. Wichtige Voraussetzungen sind die Bereitschaft zu intensiver Kommunikation, fundiertes Wissen sowie ein breites Interesse an sozialen Netzwerken. Es gibt noch keine typische Ausbildung für diesen Beruf, ein möglicher Studiengang ist Medieninformatik.

Datensicherheit im digitalen Zeitalter

Server

Neben den vorgestellten neuen Berufen im Kommunikations- und Medienbereich nimmt das Thema Datensicherheit im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung eine eminent wichtige Rolle ein. Im Folgen einige Berufsbilder mit diesem Fokus:

Data Scientist

  • Profil: In nahezu allen größeren Unternehmen in der Industrie, Finanzbranche und im Bankenwesen zirkulieren Daten in großen Mengen („Big Data“). Moderne Technologien machen die Erhebung von Daten leicht und sorgen für einen kontinuierlichen und wachsenden Informationsaustausch zwischen Unternehmen und ihren Kunden. Ein Data Scientist sorgt für Ordnung im Datenstrom, er trägt die Informationen zusammen, sortiert sie und wertet die Daten mithilfe von Analysetools aus. Je nach Aufgabenprofil ist er nicht nur für die Auswertung zuständig, sondern entwickelt aus den erhobenen Informationen strategische Konzepte bis hin zu neuen Geschäftsmodellen.
  • Anforderungen: Um Zusammenhänge in den Datenströmen erkennen zu können, sind Kenntnisse aus den Bereichen Informatik, Statistik und Mathematik enorm wichtig. Da die gewonnen Daten aus den jeweiligen Fachabteilungen stammen, muss ein Data Scientist die geschäftlichen Prozesse des jeweiligen Unternehmens verstehen. Zudem muss er die Ergebnisse anschaulich und verständlich präsentieren können, es handelt sich bei dieser Person demnach um einen Alleskönner.

Data Strategist

  • Profil: Die Erhebung und Auswertung der Daten ist die eine Seite, der Umgang mit diesen steht auf einem anderen Papier. Hier kommt der Data Strategist ins Spiel: Er entscheidet, welche Informationen im welchem Kontext bedenkenlos verwendet werden können und wo rechtliche Grauzonen liegen. Da es sich hierbei um juristisch sensible Angelegenheiten handelt, ist dieser Beruf auf einer höheren Ebene in einem Unternehmen angesiedelt.
  • Anforderungen: Ein tiefgründiges Verständnis über die technischen Prozesse ist eine grundsätzliche Voraussetzung für diesen Beruf. Hierzu sind vor allem Informatiker, Mathematiker oder auch Physiker geeignet.

 

Quellennachweise:

Abbildung 1: commons.wikimedia.org © Schelle (CC BY-SA 3.0)
Abbildung 2: pixabay.com © evertonpestana (CC0 1.0)

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Über Stefan Winklhofer

Stefan Winklhofer ist Geschäftsführer der SuprSale GmbH (www.suprsale.com), welche sich auf browserbasierte Applikationsentwicklung spezialisiert hat.

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