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Die Top 10 der Fehler beim Start in die Selbstständigkeit

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist ein Schritt in ein neues Leben. Doch dieses Leben ist nicht etwa von der großen Freiheit geprägt, sondern von einer Reihe an Aufgaben und Hürden.

Wer mit der romantischen Idee von Selbstbestimmtheit an die Selbstständigkeit herangeht, könnte schnell scheitern. Denn durch das Übermaß an Aufgaben wird der entspannte Urlaub sicherlich für einige Zeit Utopie bleiben.

Gründen scheint im Trend zu liegen

banner-997375_19201Dass der Schritt in die Selbstständigkeit durchaus ein beliebter ist, zeigen diese Zahlen rund um die Existenzgründung. „In Deutschland starten jährlich rund 300.000 neu gegründete gewerbliche Unternehmen. Insgesamt, einschließlich der zunehmenden Anzahl der freiberuflich Selbständigen, wagen jährlich rund 393.000 Gründerinnen und Gründer im Vollerwerb und 522.000 Gründerinnen und Gründer im Nebenerwerb den Schritt in die unternehmerische Selbständigkeit. Als eigene Chefin oder Chef setzen sie ein tragfähiges Geschäftskonzept um und beweisen so Mut und Kreativität“, heißt es auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Hochgelobt werden in diesem Zusammenhang nicht nur Mut und Kreativität, sondern auch die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Förderung des Wettbewerbs. Diesen ambitionierten Gründern soll geholfen werden – und zwar beim Vermeiden der häufigsten Fehler beim Schritt in die Selbständigkeit.

1.: Gründer-Charakter und Marktkenntnis

Wer sich dazu entschließt, auf selbstständigen Wegen zu wandeln, sollte dies mit einer gehörigen Portion an Profession tun. Wer bereits aus dem Angestelltenverhältnis das Metier kennt, hat gute Voraussetzungen, sich inhaltlich beweisen zu können. Wer allerdings die Selbstständigkeit als Weg aus der Arbeitslosigkeit oder aus einem frustrierenden Arbeitsverhältnis heraus aufnimmt, der scheitert meist. Die nächsten neun Fettnäpfchen warten nämlich bereits auf diese halbherzigen Gründer.

2.: Die Idee muss auf den Prüfstand

Nur weil einem Gründer eine Idee in den Kopf schießt, muss diese noch nicht dazu taugen, zur Geschäftsidee zu werden. Das Scheitern einer Idee kann hierbei ganz unterschiedliche Gründe haben. Entweder die Konkurrenz ist zu groß (und der USP zu klein), oder der Bedarf ist zu gering. Auch wenn’s schwerfällt, müssen sich Gründer der Tatsache bewusst sein, dass nicht jeder auf demselben kognitiven Level ist wie sie selbst. So ist für manche Ideen die Zeit einfach noch nicht reif.

3.: Businessplan vs. Finanzplan

Auch wenn die beiden Begriffe auf den ersten Blick so ähnlich klingen, unterscheiden sie sich doch eklatant, denn: Der Businessplan ist das, was das ganze Geschäft umfasst und was im günstigsten Fall auch so geschrieben ist, dass mögliche Investoren begeistert werden können. Der Finanzplan hingegen ist das, der hieb- und stichfest sein muss, um den Gründer jahrelang überleben zu lassen. Das heißt: Gründer sollten eine längere Durststrecke einplanen und dafür reichlich finanzielle Mittel bereithalten. Ob diese aus Eigenkapital stammen oder durch einen Kredit bereitliegen, ist unerheblich. Falls eine Finanzierung über Fremdmittel erwägt wird, sollte diese so gestaltet werden, dass die Kreditraten nicht zu hoch sind oder gar wichtige Investitionsmaßnahmen kappen.

4.: Achtung – Managerposten

office-1548304_12801Was für viele vielleicht attraktiv klingen mag – weil es sich vielleicht erstrebenswert anhört – bedeutet in der Praxis: viel Arbeit. Und eben diese viele Arbeit muss vernünftig geplant werden, um auch bewerkstelligt werden zu können.

Das bedeutet, dass nicht nur die Arbeit, die buchstäblich Geld bringt, im Kalender berücksichtig werden muss, sondern eben auch die Aufgaben, die das Los der Selbstständigkeit sind: Buchhaltung, Kundenakquise, Mails und Telefonate sind davon nur einige wenige.

5.: Kunde, Kunde, Kunde

Der Kunde sollte das Heiligtum eines jeden Geschäftstreibenden sein. Nachdem es meist vergleichsweise aufwendig ist, eben diesen Geldgeber zu rekrutieren, muss alles daran gesetzt werden, diesen auch glücklich zu machen. Das funktioniert mit der Einhaltung einfacher Grundregeln. Der Kunde muss einen guten Service erfahren, pünktlich und zuverlässig bedient werden und das Gefühl der Wertschätzung erfahren. Das ist im Übrigen nicht nur wichtig für das Verhalten des Unternehmers selbst, sondern auch für seine Mitarbeiter. Alle Räder im Gesamtbetrieb müssen den Wagen voller Kunden kontinuierlich anschieben und sich um die Mitfahrer bemühen. Das impliziert auch, dass es eine rege Kommunikation mit dem Kunden geben sein sollte und, dass erkannt wird, dass der Kunde kein statistisches Wesen ist, sondern sich oder seine Wünsche ändern kann.

6.: Werbung – aber richtig

Zu werben bedeutet nicht, punktuell mit einer Anzeige in der Tageszeitung den potentiellen Kunden von der Gegenwart des Unternehmens zu überzeugen. Werben bedeutet vielmehr eine Werbestrategie aufzusetzen und diese zu verfolgen. Das heißt in der Praxis, dass mehrere Werbekanäle (je nach Branche online und offline) bespielt werden müssen, um einen Werbeerfolg zu ermöglichen. Die Möglichkeiten reichen dabei von der Imagebroschüre über Visitenkarten bis hin zum Online-Marketing.

7.: Das Erscheinungsbild des Unternehmens

Bevor der Punkt 6 angegangen werden kann (um den Fehler zu verhindern ohne Werbung sang- und klanglos unterzugehen), braucht es allerdings ein einheitliches Erscheinungsbild des Unternehmens. Das bedeutet, dass ein Markenkonzept aufgesetzt werden muss, das regelt, wie das Logo, der Slogan und alle weiteren Dingen gestaltet sein müssen, mit denen das Unternehmen auftritt. Auch wenn für den Weg vom Corporate Design zur Corporate Identity Geld für einen Marketing-Profi investiert werden muss, so ist dieses Investment sicherlich gut angelegt.

8.: Buchführung bedeutet mehr als nur Rechnungen schreiben

Wer sich darauf besinnt, dass er von der Selbstständigkeit auch leben muss, wird regelmäßig Rechnungen schreiben. Das ist aber nur ein Bruchteil dessen, was unter den großen Begriff der Buchführung fällt und was eine häufige Falle ist, in die Selbstständige tappen: Sie versuchen sich als Buchhalter und Steuerberater in einem – und müssen damit unweigerlich scheitern. Auch hier gilt: Wer an Personal oder Freelancern spart, die die Buchhaltung übernehmen, spart am falschen Fleck.

9.: Controlling ist auch in kleinen Betrieben gefragt

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Auch wenn das Controlling gedanklich häufig in die Büros von Weltfirmen verbannt wird, ist es eben diese Überprüfung von Wirkmechanismen auch in kleinen Betrieben wichtig.

Das beginnt beim Blogbeitrag: Nur wer auswertet, wie ein Beitrag wirkt, kann langfristig erkennen, was die Ziel- und Kundengruppe auch gerne konsumiert und diesen Bedarf befriedigen. So sollte jeder eingeführte Prozess regelmäßig evaluiert werden.

Die Qualitätskontrolle ist nur ein Baustein im Unternehmen, der regelmäßig auf den Prüfstand sollte.

10.: Profi sein – und nicht etwa der Kumpel

Wer plant, sich selbstständig zu machen, der sollte dies professionell tun und das bedeutet auch, dass Geschäft Geschäft ist und privat privat bleibt. Natürlich darf einmal am Stammtisch etwas über das Unternehmen gesprochen werden (die Arbeit ist ja auch regelmäßig Thema), aber gerade die Tipps vom besten Kumpel könnten mitunter stark von der persönlichen Bindung geprägt sein.

Abbildungen:
pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain)
pixabay.com © Alexas_Fotos (CC0 Public Domain)

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Über Stefan Winklhofer

Stefan Winklhofer ist Geschäftsführer der SuprSale GmbH (www.suprsale.com), welche sich auf browserbasierte Applikationsentwicklung spezialisiert hat.

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